Born in blood

Dexter erreicht seinen Höhepunkt und Tiefpunkt zur gleichen Zeit. Die vierte Staffel setzt einen neuen Maßstab für Qualität von TV-Serien. So ist es nicht wunderlich, dass Michael C. Hall und sein „Gegenspieler“ John Lightgow dieses Jahr mit einem Golden Globe ausgezeichnet wurden. Vom Scheinwerferlicht der Award-Show schwenken wir über: Die ganze vierte Staffel der Serie war von Licht und Helligkeit durchzogen. Ein Licht so falsch und deplatziert wie Dexter in der Welt von harmonischer Familie. Man hätte ihm so sehr gewünscht, einen Platz in dieser Welt des Lichts zu finden. Zu Tag der der liebende Familienvater, bei Nacht der dark defender, der Miamis Strassen vom übelsten Abschaum reinigt. Wir hätten es ihm gewüscnht, aber nicht gewollt, denn es wäre kein Dexter. Dexter muss zerissen sein, immer auf der Suche.

Die Welt des Lichts bekommt Dexter nicht, sie blendet ihn, anstatt Dinge aufzudecken. So kommt es auch, dass mit dem Fotografen ein Unschuldiger auf seinem Tisch und dann bei den Fischen landet. Da kommt die Figur des Arthur Mitchells nur Recht. Er scheint den Weg gefunden zu haben: bewunderter Familienvater underfolgreichster Serienkiller aller Zeiten. Doch schnell muss Dexter erkennen, dass sein Mentor nicht das ist, was er zu sein scheint. Trinity ist die Personifizierung von dem, was Dexter am meisten befürchtet, was er werden könnte. Ein Psychopath, dem das Wohl der Personen in seinem Leben, vollkommen gleichgültig ist. Von Trinity kann Dexter nur eines lernen: Wenn er Teil der Welt des Lichts sein will, darf er nicht wie Arthur Mitchel werden. Im dem Moment, in dem er dies erkennt, wird ihm aber vor Augen geführt, wie sinnlos dieses Bestreben ist. Das Blut und die Dunkeltheit seiner Existenz haben die Welt des Lichts bereits erreicht und eingenommen. In Ritas Blut wird seine Familie in der Welt der Schatten wiedergeboren. Licht aus. Schwärze.

Wer Staffel 4 noch nicht gesehen hat, sei an dieser Stelle davon abgeraten, das Video anzuschauen.

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